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"Dies ist nicht das Ende aller Tage - ich komme wieder, keine Frage!"
 
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Theater

Nach einer gefühlten Ewigkeit komme ich nun mal wieder dazu, einen Blogeintrag zu schreiben! :D

Ich habe letzte Woche meine wissenschaftliche Arbeit zum Thema: Das Konzept "Herz" in deutschen und russischen Phraseologismen verteidigt und bin im russlandweiten Wettbewerb unter die Top 7 gekommen! :D Yeah - und das bei dem langweiligen Thema! XD

Außerdem war noch unsere Theateraufführung am Wochenende - ein paar Ausschnitte (leider ohne mich XD) sind sogar im TV ausgestrahlt wurden - für alle die es interessiert:
http://www.vesti.tvtomsk.ru/news-26341.html

Ansonsten geht es mir natürlich gut! Ich versuche jede freie Minute mit meinen Freunden hier zu verbringen - morgen zum Beispiel treffe ich mich mit einer Freundin zum Filmgucken und dann bin ich zum Geburtstag eingeladen, etc. Denn ~ in etwas mehr als 6 Wochen bin ich schon wieder zu Hause! o.O

Die Zeit rennt und rennt...deshalb versuche ich sie so gut wie möglich noch zu nutzen! :D

Alles Liebe (^.^)v

30.4.13 13:08


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Gedanken an ein (selbst nur zeitweises) Leben im Ausland

Wer wie ich schon einmal längere Zeit im Ausland gelebt hat, wird dieses Gefühl vielleicht kennen, das mich zurzeit stark beschäftigt. Es ist das Bewusstsein darüber, dass man nie alles haben kann.

Mein Jahr in Japan ist schon mehr als drei Jahre her und doch verspüre ich immer noch eine starke Verbundenheit zu den Menschen, die mich während dieses Jahres begleitet haben und mir dazu verhalfen, dieses Jahr einzigartig für mich zu gestalten. Natürlich ist jedes Jahr ein einzigartiges, ein besonderes. Aber dieses Jahr in Japan ist deshalb einzigartig, weil ich unglaublich viel Neues erlebt habe und die Eindrücke umso stärker auf mich gewirkt haben. Nachdem ich aber nach Deutschland zurückgekehrt bin, konnte ich natürlich nicht mehr so weiter leben, wie ich es in Japan gewohnt war. Ich musste wieder „deutsch“ leben.

Und nun bin ich in Russland seit gut sieben Monaten und es bleiben nur noch knapp drei Monate übrig. Auch jetzt spüre ich wieder dieses Gefühl, dass man sich ständig entscheiden muss. Man kann nicht einfach nach Deutschland zurückkehren und ein kleines Stück Russland mitnehmen oder einen Teil seines Lebens wie in Japan leben.

Man ist entweder in Deutschland ODER in Japan ODER in Russland. Es gibt kein ALLES. Das ist das traurige an all den schönen Erfahrungen, die man im Ausland machen kann. Das ist der große Tribut, den der Auslandsaufenthalt fordert. Das Wissen um die Einmaligkeit jedes Augenblickes. Wie schön wäre es, sein ganzes Leben auf einem Film aufzuzeichnen, damit man, wenn man Lust dazu hat, sich alles anschauen und alle Momente von neuem erleben kann. Oder wenn das Leben wie ein Spiel wäre, in dem man zwar Entscheidungen treffen muss, am Ende aber noch einmal von vorne anfangen und neue, andere Entscheidungen treffen kann, um alle möglichen Varianten durchzuspielen.

Die Fragen, die mich zurzeit stark beschäftigen, sind: Wie sieht das Leben eines Menschen aus, der sich in mehreren Ländern zu Hause fühlt? Wie kann er all seine lieben Menschen, die quer über den Globus verteilt leben, gegensätzliche Lebenswesen, Mentalitäten und Lebenseinstellungen haben, unter einen Hut bekommen? Wie kann er Freundschaften erhalten und pflegen?
Und: Wo lebt er? Mal in allen drei Ländern? Nur in einem? Oder in einem ganz anderen?

Man hat leider nur ein Leben. Man kann nicht alles haben. Deshalb muss man jeden Augenblick auskosten und schätzen. 一期一会

(Das ist ein japanisches Sprichwort, dass das ganz gut zusammenfasst – es bedeutet: Ein Leben – ein Treffen. Es ist ein zenbuddhistisches Sprichwort und kommt aus der Teezeremonie und beschreibt genau meine „Erkenntnis“ – man soll jedes Treffen, jede Stunde, jede Minute und jede Sekunde so leben, als wäre es die einzige und sie somit so hoch wie möglich schätzen.)

25.3.13 14:39


Glatteis

Sooo~ als erstes entschuldige ich mich höchstgradig dafür, dass ich seit Ewigkeiten nicht mehr geschrieben habe!

Es war einfach so viel los in letzter Zeit, dass gar kein Land in Sicht war.

Aber nun habe ich mal wieder eine freie Minute - bzw. habe ich sie mir mal genommen, um euch wieder auf den neuesten Stand der Dinge zu bringen.

Hier in Tomsk ist nun der Frühling eingekehrt - mehr oder weniger. Das heißt, dort wo die Sonnenstrahlen hinkommen, taut der Weg ein wenig auf und man springt um jede Pfütze herum, um keine nassen Füße zu bekommen.

Dann gibt es aber noch die Schattenseiten - dort ist es spiegelglatt. Gestern bin ich dann auch endlich hingefallen - habe mir zwei blaue Knie geholt und meine tolle Fairtrade-Jeans ziert jetzt ein Loch im Kniebereich. Super! Aber ich hab alles daran gesetzt, das Loch wieder unkenntlich zu machen. Es ist ja auch meine einzige gute Jeans...

Die Uni geht zurzeit wieder - ich muss zwar einen Artikel über russische und deutsche Herz-Phraseologismen schreiben und Ende April verteidigen, aber das versuche ich, so ein bisschen nebenbei zu machen.

Ansonsten muss ich gestehen, dass ich es kaum mehr erwarten kann, endlich wieder nach Hause zu kommen. Zwar fühle ich mich hier schon fast wie zu Hause, aber so ein kleines bisschen wäre ich wieder gerne in meiner MDer Wohnung.

22.3.13 12:30


letzte Woche und Unistart

Letzte Woche hatten mich meine zwei Mädels besucht gehabt und wir haben zusammen eine wunderbare Zeit verbracht! Selbst ich habe ein bisschen mehr über Tomsk und Novosibirsk erfahren und war natürlich sehr glücklich darüber, mit meinen Schulfreundinnen wieder etwas mehr Zeit zu verbringen!

Es war einfach super!! :D

Leider hat jetzt auch wieder die Vorlesungszeit angefangen, so dass ich ab jetzt offiziell weniger Zeit habe. Aber in diesem Semester habe ich gefühlt weniger Unterricht (weil ich nicht mehr so viele Freistunden habe) und somit denke ich schon, dass noch genügend Zeit zum Ausruhen und Entspannen bleibt.

Mein Stundenplan sieht zurzeit übrigens so aus:

Montag:

8:30 Russisch als Fremdsprache
10:25 Russisch als Fremdsprache

Dienstag:

12:20 Psychologie und Pädagogik
14:15 Psycholinguistik

Mittwoch:

8:30 Russisch als Fremdsprache
10:25 Russisch als Fremdsprache
12:20 Psychologie für Business-Kommunikation (ungerade Woche)
14:15 Linguistik (Morphologie, Syntax)

Donnerstag:

8:30 Rechtswissenschaften
10:25 Russisch als Fremdsprache
14:15 Einführung in das Simultandolmetschen

Freitag:

8:30 Muttersprache des Dolmetschers/Übersetzers (gerade Woche)
10:25 Linguistik (Morphologie, Syntax)
12:20 Sprache der Massenmedien
14:15 Muttersprache des Dolmetschers/Übersetzers (ungerade Woche)

Samstag:

8:30 Grundlagen des Übersetzens
10:25 Konsekutivdolmetschen
12:20 Konsekutivdolmetschen (ungerade Woche)
         Psychologie für Business-Kommunikation (gerade Woche)

11.2.13 11:00


Наш день?!

Heute war ein sehr ulkiger Tag!

Ich hatte mich mit zwei Kumpels vom Theater zum Schlittschuhlaufen verabredet: Wir wollten in einer Eishalle Schlittschuh laufen, weil es auf der offenen Eisfläche ziemlich uneben ist und die Schlittschuhe zum Ausleihen meist keine sonderlich gute Qualität haben.

Also haben wir uns am Unigebäude getroffen und sind los zur Bushaltestelle. Ich frage so: Wie lange müssen wir Bus fahren? - Lange! Ungefähr eine Stunde, 50 Minuten.

Okay. Also steigen wir in den Bus und auf geht's! Wir fahren, fahren, fahren...langsam kommt mir das Stadtbild überhaupt nicht mehr vertraut vor und ich frage: In welchem Viertel sind wir? ... Wir lauschen der Ansage: Station Радушный (eigentlich war das die Station, an der wir hätten aussteigen sollen). Aha. Wir fahren weiter....

Irgendwann wundern wir uns und Sergej geht vor zum Fahrer und fragt, ob er die Station АРЗ (das ist der andere Name der Haltestelle) schon passiert hat. - Ja, schon lange! Aber wir sind gleich am Ende der Route, dort könnt ihr dann in einen Bus steigen, der wieder zurück fährt.

Also sind wir dann am zweiten Tomsker Bahnhof ausgestiegen und wieder in den nächsten Bus, um wieder zurück zu fahren.

Wir steigen dann an der richtigen Haltestelle aus und suchen die Eishalle. Sergej: Ich bin mir sicher, dass sie hier auf dieser Straßenseite sein muss.
Ah! Dort ist sie ja! Das ist UNSER TAG, weil wir sie letztendlich doch noch gefunden haben! :D

Als wir in die Eishalle treten, bemerken wir, dass kaum Leute da sind. Auf der Eisbahn fahren nur Professionelle Schlittschuhläufe - Ja, heute ist nur spezielles Training, da können Sie nicht so einfach auf's Eis., wird uns gesagt. Jaja, UNSER TAG!

Wir kehren zur Haltestelle zurück und warten auf einen Bus, der uns endlich nach Hause begleitet. Während wir so warten, amüsieren wir uns ein bisschen darüber, dass ja heute UNSER TAG ist und wir uns wahrscheinlich später noch darin erinnern werden. Wir warten und warten, 15, 20 Minuten. Es kommen zwar immer Busse - aber keiner, der uns nach Hause bringen würde. Endlich meint Dima: Sagt mal, wir sind vorhin doch an einer anderen Haltestelle ausgestiegen, oder? - Ja, klar!

Also auf zur richtigen Haltestelle und ab nach Hause!

Das war наш день))

29.1.13 05:28


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