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"Dies ist nicht das Ende aller Tage - ich komme wieder, keine Frage!"
 
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Russische Dörfer

Hallo meine Lieben,

jetzt ist es schon ungefähr eine Woche her, dass ich ein russisches Dorf besucht habe!

Also erstmal vorneweg: Es ist ein село, das heißt, es ist ein recht großes Dorf - tausend Einwohner! Dort gibt es eine Post, Polizei, Feuerwehr, ein Krankenhaus, Cafés und Supermärkte. Eben alles, was wichtig ist.
Mir persönlich hat es sehr gut gefallen.
Wenn man die Ferne und Weite der Wälder um sich herum sieht, spürt man, dass der Mensch unbedeutend und klein in der Welt ist. Das ist ein sehr eindrucksames Gefühl!

Die Menschen waren sehr nett. Ich habe ja bei den Eltern meiner Freundin übernachtet und ich wurde durchgefüttert bis zum Platzen! Mit уха, блины, котлеты...

Und natürlich hat eine echte баня (russische Sauna) nicht gefehlt! Mein erstes баня-Erlebnis!

Ich bin sehr froh, dass ich die Möglichkeit hatte, die Familie zu besuchen und das Dorfleben mal kennen zu lernen. Aber Dorf ist halt Dorf - da gibt es zwischen deutschem und russischem keine großen Unterschiede. Außer vielleicht die Hausgröße. Russische Dorfhäuschen sind meist nur mit einem Erdgeschoss ausgestattet und die Wanne/Dusche wird fast nie benutzt (dafür gibt es ja die баня ).

Nun denn~ 

viele Grüße!!

31.1.13 05:03


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Bettwanzen

Hallo,

keine Sorge! Zum Glück nicht in meinem Bett sondern in einem Zimmer zwei Stockwerke über mir (und noch nicht einmal direkt über mir). Aber nichtsdestotrotz kamen heute die Kammerjäger mit ihrer Chemiekeule und haben mein ganzen Zimmer desinfiziert! 

Da musste ich all meine Lebensmittel in den Kühlschrank packen und war für mehr als eine Stunde ausgesperrt.
Als ich dann wieder hereinkommen konnte, hab ich erstmal das Fenster aufgemacht - und es ist bis jetzt noch offen! Zwar nicht mehr das ganze (ich hab ja 4 verschieden große Fenster, die ich öffnen kann), aber ich traue mich noch nicht, ohne Frischluft im Zimmer zu sein.

Ansonsten geht es mir ganz gut - habe heute sogar mal wieder Muffins backen können! Ich habe ja ziemlich wenig zu tun. 

Deshalb verbringe ich die Zeit mit essen, schlafen und Japanisch lernen... es ist wirklich erstaunlich, wie viel man vergisst und wie stark sich das Russische immer in den Vordergrund drängt! 

Ich finde es zwar auf der einen Seite ziemlich gut, dass ich hier wirklich gut Russisch gelernt habe - dadurch wird mir das Studium einfacher fallen, wenn ich wieder komme. Und ich denke, dass ich in Zukunft wahrscheinlich mehr Dolmetschaufträge haben werde, bei denen ich Russisch brauche. Aber eigentlich liebe ich ja die japanische Sprache...*seufz* Und da ich ja im Sommer (und wahrscheinlich im Oktober noch einmal) nach Japan fahren werde, darf ich mein Japanisch nicht zu stiefmütterlich behandeln!!

Deshalb - schaue ich zurzeit japanische Nachrichten und versuche ein paar Lektionen in meinem Lehrbuch zu machen.

Nun denn ~ ich wünsche euch noch eine schöne Woche ~

(^.^)v

23.1.13 15:58


моржы - von Walrössern und Eisschwimmern

Ich bin unter die Walrösser gegangen:

Ja, ich war heute Eisbaden! Heute war der Tag an dem die Kiewer Rus' getauft wurde (also alle Russen mehr oder weniger dazu gezwungen wurden, den orthodoxen Glauben anzunehmen). Deshalb sind alle Wässer heute heilig und wer baden geht - vor allem in Gewässern in der Nähe von Kirchen, wird das ganze Jahr über nicht krank. 

Außerdem wollte ich ja schon immer mal so etwas machen. *haha* Und so bin ich mit ein paar Freunden heute beim "weißen See" gewesen und hab mich in die "Fluten" gestürzt. 
Erstaunlicherweise war es gar nicht so kalt - weil der Unterschied zwischen "Draußenkälte" und "Wasserkälte" überhaupt nicht spürbar ist.

Ich muss sagen, dass ich sehr stolz bin auf mich, dass ich es gemacht habe. Das ich mich selber überwunden habe und mir selber gezeigt habe, dass ich doch mehr kann als nur Angst haben.

 

Und nun noch etwas kurz zum Abschluss über den russischen Charakter - es ist sehr erstaunlich, dass für Russen Verabredungen recht wenig wichtig sind...es passiert sehr oft, dass Leute sagen: Ja, lass uns da und da treffen und dann kommen sie meist nicht oder sagen kurz vorher ab. Daran muss ich mich noch gewöhnen. An das Zuspätkommen habe ich mich ja schon in Deutschland gewöhnt. *haha* 

Nun denn ~ einen guten Start ins Wochenende, wünsch ich euch!

 

PS: Heute waren -22°C draußen))

19.1.13 16:25


Ein paar Gedanken an die russische Seele

Ich bin nun auch schon seit über einer Woche aus dem ethnokulturellen Camp der Russland-Deutschen wiedergekommen und hatte eigentlich genug Zeit, meine Zeit dort zu verarbeiten.

Denn dieses Camp hat mit dir Augen geöffnet.
Es war so eine Art Feriencamp für (russische) Jugendliche (Schüler und Studenten), die entweder deutsche Wurzeln haben oder irgendwie anders mit Deutschland verbunden sind. Es gab jeden Tag Deutschunterricht (bei dem ich fleißig geholfen habe) und andere Programmpunkte, wie Workshops, Theater, Basteln, einen Zeichentrickfilm drehen, etc. Es war sehr, sehr spannend vom Programm her, aber das, was mir in dieser Zeit eigentlich am besten gefallen hat, ist etwas vollkommen anderes: Ich hatte rund um die Uhr nur Russen um mich herum. 

Es ist wirklich ein himmelweiter Unterschied, ob man in einem Studentenwohnheim für Ausländer wohnt und nur in einigen Lehrveranstaltungen und nach der Uni sich mit (russischen) Freunden trifft oder ob man wirklich 24h am Tag Russen erlebt. 

Ich bin wirklich, wirklich froh, dass ich das erleben durfte! (Außer mir war ja kein anderer Ausländer da!)

Nun wollt ihr bestimmt wissen, WAS ich denn nun anders sehe. Ja, das ist schwierig zu beschreiben. Eigentlich ist es mehr so ein Gefühl - mehr zu wissen. Aber nichtsdestotrotz kann ich ein paar Sachen aufschreiben, die mir aufgefallen sind:

- Man kann den Russen wirklich zwischen Deutschen und Japanern einordnen. Okay, das war mir vorher auch schon ein bisschen klar - schon allein vom territorialen Gesichtspunkt aus, liegt Russland zwischen diesen beiden Ländern, aber auch die Mentalität weist, meiner Meinung nach, Aspekte beider Kulturen auf. Eine sehr interessante Mischung, möchte ich meinen.

Zum Beispiel habe ich in Japan nie Streit erlebt - klar, so ein bisschen Lästern oder so hat man schon erlebt - aber keinen offenen Streit. 
Hier in Russland ist das schon kein Problem - offen zu streiten. Erstaunlicherweise habe ich das aber selten als Streit mitbekommen. Wir hatten abends immer so eine kleine Kerzenrunde in unserer Gruppe und da wurden auch Themen angesprochen, was so den Tag über vorgefallen war und da haben sich einige immer mal für Sachen entschuldigt, weil sie Streit verursacht hatten, wobei ich diese Situationen niemals als Streit eingeschätzt hätte. Vielleicht liegt es daran, dass mein Russisch noch nicht so gut ist, dass ich solche Nuancen erkennen kann, aber vielleicht ist auch die Streitkultur eben eine andere.

Ja, dann kann ich noch etwas sagen, so im Vergleich mit Japan: In Russland ist man fast genauso darauf erpicht, keine Klogeräusche nach außen drängen zu lassen - deshalb lässt man meist den Wasserhahn laufen, wenn man auf's Klo geht.

Ach, und weil wir gerade beim Klo sind und bald meine zwei Mädels (und später meine zwei Männers) mich besuchen kommen:
In Russland wirft man (benutztes) Klopapier nicht ins Klo! Sondern in den Mülleimer daneben. Natürlich nicht einfach so - man wickelt das (benutzte) Klopapier nochmal mit frischem Klopapier ein und wirft es in den Mülleimer.
~ Damit ihr euch nicht wundert, warum am Flughafen steht: Kein Klopapier ins Klo, bitte! (Nicht dass ihr, wie meine liebe Zimmernachbarin, euch dann sagt - hmm, das ist aber komisch. Und es dann trotzdem in die Kloschüssel werft!)

So, ihr merkt, ich habe eindeutig zu viel Freizeit - wenn ich solche ellenlange Einträge schreiben kann! *haha* Dabei habe ich nur einen Bruchteil dessen aufgeschrieben, der mir zurzeit im Kopf herumgeht.  Naja, aber immerhin ein Anfang!

Ich wünsche euch noch einen guten Start ins Wochenende ~

eure Biffi (^.^)v

18.1.13 05:38


С Новым Годом

Neujahr haben wir in einem (nur für uns) gemieteten Hostel verbracht. Wir waren ungefähr 35 (meist nur ausländische) Studenten und es war ganz lustig. Noch lustiger ist aber die Tatsache, dass sich die meisten kaum noch daran erinnern können. Denn der Самогон (das ist selbstgebrannter Schnaps), den einer mitgebracht hat, war anscheinend seeeehr stark und erstaunlich schnell alle!
Naja, es war also auch ein sehr einprägsames Erlebnis - aber ich bin der Meinung, dass man es nicht so schnell wiederholen müsste. *hihi*

18.1.13 05:17


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